THE SOUTH

THE SOUTH

Intermediale Inszenierung zum Verlust eines Zufluchtsortes

Wer „endlich Urlaub!“ ausruft, denkt womöglich an eine entspannende Zeit am Meer. Doch die Bilder in unserem Kopf, von hellblauen, sonnendurchtränkten Urlauben, sie bekommen Risse. Wo einst der Genuss garantiert war, werden Menschen vertrieben, flüchten – teilweise aus Regionen, die wir als Touristen bereisen. So erleben auch wir eine mentale Vertreibung aus den Paradiesen, die wir uns über Jahrhunderte mit Hilfe der Künste und unserer Fantasie geschaffen haben.

v.l.n.r.: Katja Zakotnik, Claus Boesser-Ferrari, Jutta Glaser. Foto ©Oliver Schlink

„THE SOUTH“ ist eine crossover-Collage aus Musik (Freejazz/Jazz/Klassik), Songs und Film, aufbauend auf Texten von Najet Adouani, einer tunesischen, geflüchteten Lyrikerin.
Jazz-Sängerin Jutta Glaser gestaltet die Worte von Adouani mit ihrer unvergleichlich vielseitigen Stimme: Sie singt, sie growlt, sie zischt und viel mehr. Claus Boesser-Ferrari liefert klangmalerische Verfremdungen und raffinierte rhythmisch-perkussive Elemente. Und dann ist da noch ein Gegenüber: Katja Zakotnik am Cello, als klassische Musikerin ausgebildet, spiegelt mit Elementen der klassischen Musik die Vergangenheit wider und die moralische Zwickmühle, die diese transportiert. Auf die Filmleinwand projiziert werden Visuals von Mia Ferrari, die die Musik eindrücklich unterstreichen.

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